
So reichhaltig ist das Web 2.0 nicht mit Reise-Communitys bestückt. Schade, ich liebe Reisen und ich liebe Web 2.0 und ich bin sicher nicht der Einzige. Genau aus diesem Grunde war ich sehr glücklich vom Service “WeHeartPlaces.com” zu hören, der das ganze etwas anders anstellt, als z.B. IWannaGoThere.com.
Hier wird so dermaßen auf Simplicity gesetzt, dass Rezensionen der Urlaubsorte schlicht wegfallen. Eine sinnvolle Entscheidung wie ich finde, denn nicht jeder möchte sich jedem Einzelnen Ort widmen, an dem man seine Zeit verbracht hat. “WeHeartPlaces” setzt auf Menge und das Sammeln Orte, an denen man sich bereits befunden hat und die man in der Zukunft bereisen möchte. Zu jedem der Orte werden Fotos aus Flickr angezeigt und es lässt sich zum jeweiligen Ort (oder Land!) ein Lieblingsfoto zur späteren Wiedererkennung festlegen.
Der Service ist wirklich nett aufbereitet und glänzt durch schlichte Eleganz. Leider ist auch das Feature-Angebot etwas mau, wobei der Weg der Richtige ist: “Aufbauen nicht abbauen” und so können wir hoffen, dass sich dort noch Einiges tut, denn dann ist die Chance auf Beliebtheit hoch.

Man treibt uns ja schon förmlich in das Runterladen von Musik. Hört man im Fernsehen einen Titel auf MTV und Co. und mag ihn recht gerne, überlegt aber noch, ob es sich lohnt für die Single 6-7€ auszugeben, ist man vor dem Kauf ja quasi gezwungen diesen Song einmal herunterzuladen, um ihn erneut zu hören. In diesem Fall zur Festigung der Kauf-Entscheidung.
roccatune bietet für viele Sorten des Musik-Hörers seine Vorteile: Möchte man bei Kumpels gerne einmal seinen neuen Lieblings-Song vorspielen, ist dies von überall problemlos möglich. Aber auch für Viel-Hörer ist gesorgt worden. Ein unerschöpflicher Fundus der neusten Musik findet sich auf der Seite und lässt sich innerhalb weniger Clicks schon anhören. Ein ernstzunehmender Kontrahent für Last.FM könnte das werden.
Leider muss hier noch viel getan werden. Ein “Beta” in einem Logo entschuldigt zwar schon vieles aber leider nicht alles und es ist abzuwarten, ob meine Kritikpunkte mit dem Beta irgendwann aufgelöst werden. Der Service ist vom Interface her sehr massiv und spornt mich nicht richtig zum längeren Verweilen auf der Seite an. Kurz aber den Hörer in die Hand genommen und mit roccatune Kontakt aufgenommen, werde ich auch gleich auf ein Update in den nächsten zwei Wochen hingewiesen, in dem sich wohl viele Punkte klären werden. Wir dürfen gespannt sein.

Ich bin so erleichtert in der kleinen Nische “deutsches Web 2.0″ einen hochwertigen Vertreter seiner Gattung zu finden: Booktick! Der Service beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema Bücher und verwaltet das heimische Lesematerial online. So lassen sich die Bücher in ein digitales und für jeden sichtbares Bücherregal stellen und Rezensionen und Tags verfassen.
Im Allgemeinen lässt sich das tägliche Nutzen von Booktick wie folgt beschreiben: Über die ISBN der Bücher werden selbige eingelesen und mit Cover der eigenen Datenbank hinzugefügt. Diese können von Freunden und anderen Usern kommentiert werden und man erhält auch wie bei Last.FM eine Liste der Nachbarn, also anderer User, die mit dem eigenen Geschmack übereinstimmen. Hat man seine eigenen Bücher eingepflegt, lassen sich auch ähnliche Bücher und nach Kategorie-sortierte Bücherlisten erforschen.
Eine großartige Community für Bücherwürmer: Booktick

DIMPLS kleidet sich zu Anfang erstmal als “harmloser” Service zum Veröffentlichen von Bildern aus deinem persönlichen Alltag und zeigt dir auf einen Blick einen Haufen weiterer Fotos aus der ganzen Welt. Der Upload funktioniert schnell und reibungslos und auch der Service ist nett und einfach gemacht. Doch der eigentliche, aber versteckte Hintergrund des Services wird erst beim zweiten Hinschauen klar. Geld!
Verwendet man für seine Bilder Schlüsselwörter oder Namen wie etwa “iPhone” oder “Wal Mart”, so werden diese Links in Werbelinks verwandelt und im eigenen Profil dargestellt. Diese verlinken dann auf Shops oder Partnerseiten von DIMPLS. Gehen User oder Nutzer außerhalb von DIMPLS auf diesen Link, bekommt man hierfür Geld gutgeschrieben. Je nachdem wird bei Click oder weiterführender Registrierung oder bei einem Verkauf durch den Link Geld ausgezahlt.
…wird schnell klar. Will man mit seinen Bildern Geld verdienen, verweist man Freunde, Bekannte und Familie auf sein Profil bei DIMPLS, um möglichst viel Traffic zu erzeugen. Diese registrieren sich dann mit hoher Wahrscheinlichkeit selber und/oder klicken auf die Links die zu einem gewissen Prozentsatz auch DIMPLS zugute kommen. Tolle Strategie: Mach den User zum Werbebeauftragten und versorge ihn mit einer Provision.
Auf jeden Fall einen Blick wert: DIMPLS

“Mmmhh, ich hätte gern ein Programm für den Mac, um Podcasts zu abonnieren… aber was benutzt man da so?”
So kommt mir meine Freundin letztens entgegen geschossen und ich wusste es nicht, weil ich mit Podcasts wenig am Hut habe und ich ihr auf Anhieb eh iTunes empfohlen hätte. Sie sagt aber iTunes würde ihr am Funktionsumfang nicht reichen. Drum habe ich mich für sie schlau gemacht und fand dabei iUseThis.com.
Eine Community, in der sich User gegenseitig zeigen, was für Progamme sie nutzen. Die Programme finden sich sortiert nach Tags in Listen wieder und können durch Votes bewertet werden, ähnlich wie auf Webnews.de oder Digg.com. Höher bewertete Programme befinden sich demnach weiter oben, was das Finden guter Programme leicht gestaltet. Einfach “Podcast” in der Suche eintragen und schon finden sich die beliebtesten Programm wieder, klasse Sache!
Wär für seinen Mac neue Software sucht: iUseThis.com

Das deutsche Digg, Yigg.de, plant einen Relaunch in der Version 6.0 und will damit in Kürze online gehen. Neues Design und bessere Funktionen sollen YiGG weit vor den Konkurrenten Webnews.de schicken. Dieser hat durch Features wie das Einsenden von Videos tatsächlich ein Stein mehr im Brett und kann so bei den Usern punkten. Sowas kann YiGG nicht auf sich sitzen lassen und werkelt derzeit schon in der Open Beta im neuen Design.
Hierbei möchte ich sagen, dass ich das neue Design eine Katastrophe finde. Dieses übertriebene Verwenden von Gloss-Elementen lässt mehr nach Möchte-gern aussehen und ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Schade!
[danke trends]

Selten findet man Fundstücke, die in die persönliche Hall-of-fame kommen. Shelfari ist genau wie Bestuff eine dieser Seiten. Die Seite ist wie das Programm Delicious Library 2 zum Verwalten von Büchern gedacht. Nur ist dieser Service vollständig online, bietet aber genau den selben Gedanken: Stell deine Bücher in ein digitales Regal. Shelfari bietet aber noch einen gewaltigen Vorteil: Die Community!
Der wichtigste Teil an Shelfari ist natürlich neben der attraktiven Darstellung auch der Community-Gedanke. Nachdem die eigenen Bücher ins Regal gestellt wurden, wird natürlich erstmal fleißig bei anderen Büchern gestöbert und über die eigenen Bücher Freunde gefunden. Hier wird natürlich auch wieder fleißig getaggt, was das Zeug hält. Die Seite hat erst kürzlich ihren neuen Look erhalten und schaut tatsächlich großartig aus. Super Startup mit einer menge Qualitäten!
Welch ein Glück, der Trend geht mittlerweile ja zum Zweit-Buch.

Die Community Rezeptwiese ist ein sehr interessantes Stück Web 2.0. Gut, ok! Es gibt eine Reihe von Seiten zum Thema “Kochen” aber diese Seite macht es irgendwie anders. Auf der Startseite schon lassen sich anhand von zwei Reglern die passenden Rezepte für das nächste Essen finden. Schnell und schwierig? Zeitaufwändig und leicht? Oder eher ein Mittelwert? Rezeptwiese lässt dir freie Hand. Ebenso lassen sich über Tags Gerichte finden und durch eine Registrierung lassen sich auch eigene Rezepte hinzufügen und die anderer kommentieren.
Hört man von einer Community zum Thema “Kochen”, denkt man an eine weitere Community dieser Riege, mit anderem Design aber gleichem Kern. Denn es gibt tatsächlich eine Reihe von solchen Seiten. Was muss also eine solche Community machen, um speziell sein? Genau das tun, was Rezeptwiese macht. Nicht zu viele Features aber bitte an den richtigen Ecken sparen. GoogleMaps für die Köche hätte man tatsächlich weglassen können aber ansonsten findet man auf der Seite vielleicht endlich ein Ende seiner Reise, auf der Suche nach der perfekten Koch-Community.
Macht euch ein Bild: Rezeptwiese

“A better tomorrow” lautet das großartige Design- und Fashionprojekt aus Düsseldorf, auf dem ihr euch Shirts mit schrägen und/oder stylishen Designs bestellen könnt. Das großartige an der Seite ist nicht nur der Shop, sondern auch die Community dahinter. Regelmäßig werden Design-Contests gestartet, um die Vielzahl der Prints zu erweitern und es gibt einige Preise zu gewinnen. Unter anderem 500€ für das Gewinner-Shirt des nächsten Contests!

9Rules ist eines der größten Design-Netzwerke in den USA. Die Seite fasst eine Reihe von hochwertigen Blogs aus der ganzen Welt zusammen und bietet aber noch viel mehr. User können Beiträge dieser Blogs favorisieren, kommentieren und eigene News einbringen. Web-Tipps oder sogenannte “Notes” können selbst gepostet werden und finden sich in einem Pool aus Themen wie Mac, Design, Web, CSS und vielem mehr wieder. Man wünschte es gäbe eine deutsche Version/Alternative!