Als ich die Werbung das erste Mal sah, musste ich wieder mit den Augen rollen, denn grundsätzlich habe ich meine Probleme mit Werbungen, in denen halbnackte Frauen rumspringen um erst am Ende für ein Produkt zu werben. Dass sich Heidi Klum auch hier teils nur in ihren Dessous zeigt, verstärkte meine Annahme. Es dauerte dann aber einige Momente bis ich feststellte, dass es sich bei dieser Werbekampagne des neuen Guitar Hero Spiels “World Tour” eigentlich um eine recht originelle Idee handelt. Man hatte Tom Cruise in einer seiner Rollen parodiert und so ganz verkehrt ist es dann auch nicht.
Das Original mit unserem Freund Tom Cruise, gibt’s nach dem Klick.
8 Kommentare für "Heidi Klum weiterhin körperbetont"
`Du hast den Beweis erbracht, willkommen im Team! :)
Man muss dazu sagen, sie ist mittlerweile nicht mehr sexy dabei! Irgendwie holt die junge Dame mich nicht mehr sonderlich ab. Unabhängig davon, dass sie mehrfache Mama ist!
>denn grundsätzlich habe ich meine Probleme mit Werbungen, in denen
>halbnackte Frauen rumspringen um erst am Ende für ein Produkt zu
>werben.
warum?!
julius wrote:
>sie ist mittlerweile nicht mehr sexy dabei!
okay sie hat ein paar Jahre und ein paar Kinder. Aber wenn ich mir das ansehe ist die Frau für mich immer noch brauchbarer als all die “uuuppss ich hab mein Höschen ja gar nicht an, ich hätte nicht mit einem Spagat aus der Limo aussteigen sollen”-Damen die leider inzwischen 80% der Prominenz / Nachrichten ausmachen.
@Timo: weil ich solche Werbung grundsätzlich stupide finde. Wenn ich von meinem Produkt überzeugt bin und es nicht gerade etwas mit Pornographie zu tun hat, gibt es bessere Möglichkeiten als nackte Haut zu zeigen. Ja, wenn man vom Erfolg solcher Kampagnen ausgeht, ist die eigentliche Idee dahinter ein strategischer Schachzug, aber es geht auch anders und wenn man es anders richtig macht, dann funktioniert es genauso. Ich denke eine Werbung bei der ich staunen, lachen oder “weinen” muss, bleibt eher in meiner Erinnerung, als das zehnte Mädchen, dass mir mit offener Bluse entgegenspringt. Außerdem vermittelt das wieder Stereotypen, die der Gesellschaft bisher eher geschadet haben. Frauen sind noch heute teilweise unterdrückt, wobei ich hier nicht auf fehlende Emanzipation hinweisen möchte, sondern auf undefinierte Gleichberechtigung, die leider selbst von Feministengemeinschaften falsch verstanden wurde.
Wenn wir absehen, ist die Sex-Sells-Variante eine bewährte Option für jeden und wir wissen alle, dass talentlose Leute wie Paris Hilton auf eine andere Weise keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden. Wenn wir bei dem Beispiel bleiben, sehen wir auch was die eigentliche Idee dahinter ist: Paris Hilton war berühmt dafür Tochter reicher Eltern zu sein, jetzt nennt sie sich Geschäftsfrau. Um diesen Status zu kriegen, musste sie allerdings durch die Medien rennen und ein Sextape in Umlauf bringen, ansonsten wäre sie nur ein reiches Mädchen gewesen, wie viele andere dieser Welt, die wir aber garnicht kennen.
Hilton und Konsorten vermarkten sich dementsprechen richtig gut, weil die Leute es sehen wollen. Ich gebe nicht den Leuten, die Schuld, dass sie es sehen wollen. Ich gebe auch niemandem die Schuld, es zu produzieren. Ich gebe denen die Schuld, die unsere Medien bestimmen, weil sie nicht abwiegen können zwischen Celebrity-Gossip-Mist und wirklich talentierten Musikern, Schauspielern, Autoren, was auch immer. Entgegen der Meinung “Wir bestimmen das TV-Programm” bestimmt es eher uns, weil wir nicht direkt eingreifen können um eine Änderung zu vollziehen. Das bedeutet, dass es passiv ist. Du setzt dich vor dem Fernseher und musst es schlucken oder eben ausschalten oder dir was anderes suchen. Die USA als Extrembeispiel zeigt nähmlich genauso auch, dass Niveau ebenfalls unterhaltend sein kann, wenn es authentisch gemacht ist: Siehe die allermeisten Sitcoms aus den Staaten.
@Julius: Danke für das Kompliment.
Ich ziehe meine Frage zurück - bitte nicht persönlich nehmen, aber ich habe mir abgewöhnt mit Leuten die eine komplett andere Weltanschauung wie ich haben zu diskutieren - das endet immer in diesen hässlichen Flamewars die wir hier wohl nicht sehen möchten ;)
so ist es :)
Naja, Diskussion und Dialog finde ich wichtig, sonst geht man sich gegenseitig ja immer aus dem Weg. Dass Frauen mit solchen Werbungen als Stereotypen dargestellt werden, ist aber auch keine Lüge, sondern ein Problem.
Ich finde man sollte das Thema auch nicht zu ernst nehmen. Es hat sich mit den Jahren die Essenz des öffentlichen Interesses entwickelt, schade,nur schade, dass es zum Großteil das des männlichen Interesses ist. Ich bin selber Werber und habe natürlich eine GAAAAnz andere Ansicht als andere Leute, aber ich bin mittlerweile so abgehärtet, dass ich solche Werbung nur noch belächle und den Versuch nicht mehr ernst nehme, auf so eine Art seine Kunden zu gewinnen. Es gibt Besseres aber Leute: Es ist doch sauwitzig oder nicht? :)
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